Meine Zeit als Kleinkind...

Was soll ich schreiben? Ich erwarte nicht das meine Beiträge besonders viele Menschen lesen, viel eher soll es eine Art Bewältigungstherapie für mich werden und wenn ich auch nur ein oder zwei Personen damit sogar helfen könnte wäre es schon mehr als genug Erfolg für mich.

Ich kann bin heute nicht genau sagen wann ich in diese Depression gerutscht bin. Ich hatte keine schlechte Kindheit, meine Eltern waren sehr führsorglich und sind immer noch verheiratet. Ich hatte immer Freunde und war auch kein Außenseiter in der Schule. Womit habe ich also das recht in eine Depression zu verfallen? Diese Frage habe ich mir immer voller Scharm gestellt und fühlte mich schwach.

 

Ich fange als erstes mit meinem Kleinkindalter an.

Schon bei meiner Geburt hatte ich großes Pech, ich wurde mit einem Nabelbruch geboren. Ich durfte ein halbes Jahr lang nicht richtig schreien, da die Verletzung sich wieder öffnen könnte und ich im Extremfall sogar daran sterben könnte. So musste meine Mutter mich immer in ihrer Nähe haben und alle anderen wollten mich ungern auf den Arm nehmen, weil sie sich die Bürde nicht aufhalsen wollen, dass mir etwas passiert. Wem kann man es auch verübeln, wie soll man ein Kind auch möglichst schnell beruhigen wenn man es nicht so gut kennt?

Ich habe in meiner Kindheit keinen richtigen Kindergarten besucht. Meine Mutter hat in einer  Mutter Kind Kureinrichtung gearbeitet und ich durfte dort in den Kindergruppen einen Ersatz finden. Damals war es natürlich schön, vormittags durfte ich mich kreativ ausleben, es gab Essen, eine Menge anderer Kinder und wenn ich jemanden nicht mochte war es gar kein Problem, in ein paar Wochen war diese Person ja wieder weg. Nachmittags durfte ich dann mit meiner Mama nach Hause fahren, oder konnte ihr noch kurz bei der Arbeit „helfen“, was ihre Kollegen auch äußerst süß fanden. So lernte ich auch schon ganz früh mit Abschieden umzugehen. Es war für mich ganz normal, dass meine „Freunde“ mich nach ein paar Wochen wieder verließen und ich sie vermutlich nie wieder sehen würde. Es kamen ja wieder neue, natürlich war ich gelegentlich traurig wenn ich ein Kind wirklich ins Herz geschlossen hatte, aber auch daran gewöhnte ich mich.

Spätestens in der Grundschule wurde mir bewusst was ich bis dahin eigentlich verpasst hatte. Die meisten meiner Klassenkameraden kannten sich bereits untereinander aus den Kindergärten. Zwar fand ich schnell Anschluss und auch eine beste Freundin, jedoch fühlte ich mich oft Ausgeschlossen wenn die anderen Kinder aus ihrer gemeinsamen Zeit im Kindergarten erzählten und beneidete sie ein wenig. Ich persönlich würde meinem Kind später lieber in einen regulären Kindergarten schicken, auch wenn ich weiß, dass meine Mutter es nie böse meinte und es zu dieser Zeit die beste Lösung war.

15.7.16 22:08

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen